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Schischule
Roland Waldburger
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    Auerwild - Tetrao urogallus

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bodenbalz

Balzzeit  April - Mai

Brutdauer ca. 4 Wochen

im Gelege sind 4 bis 10 Eier

Die Henne legt ihre Eier in eine einfach ausgestattete, geschützte Bodenmulde, die mit Federn ausgepolstert wird.

Die Brutdauer beträgt  4 Wochen, im Gelege sind 4 bis 10 Eier. Die Küken verlassen ca. einen Tag nach dem Schlüpfen mit der Henne das Nest (Nestflüchter).

Die Jungen können nach ca. 10 bis 12 Tagen bereits kleinere Strecken fliegen.

Das Auerwild gehört zur Familie der Wald- oder Rauhfusshühner. Das zum Hochwild zählende Auerwild ist ein Kulturflüchter und bevorzugt ruhige und ungestörte, lichte Altholzbestände. In Tirol kommt das Auerwild noch in vielen ruhigen Gebirgswäldern vor und balzt im April bis Mai. Die Laute bei der Balz: Knappen, Triller, Hauptschlag und das Schleifen oder Wetzen. 

Die Folge dieser Lautäußerung wird als Gsatz´l bezeichnet.

Guter Lebensraum des Auerwildes: Verjüngung bedeckt höchstens die Hälfte des Waldbodens. Beerenkrautreiche Flächen sind besonders attraktiv. 

Aus forstlicher Sicht vorbildlich aufgebaute Waldbestände - vorratsreich, gemischt, gestuft - sind keine guten Lebensräume für das Auerwild.

Ein mäßiger Weideeinfluss begrenzt die Verjüngung und hält die Wälder offen - ein Vorteil für Auerhühner.  

Vielerorts ist das Verschwinden des Auerwildes  auf  rücksichtslose Forstbewirtschaftung (Erschließen und Abholzen des gesamten Altholzbestandes und dichte Aufforstung) und das Einengen des Lebensraumes durch den Menschen zurückzuführen. 

Nebenstehend ein idealer Auerhahnlebensraum mit räumdigen Beständen und genügend Vorkommen der Waldameise.

 

   Feinde des Auerwildes:  Fuchs, Dachs, Marder, Habicht, Adler, Uhu, Krähe, Luchs und Sperber. Neben der Balzplatzerhaltung ist eine scharfe Bejagung des Raubwildes wohl die wichtigste Hegemaßnahme. 

 

 

 

Bewirtschaftung des Waldes zum Schutz des Auerwildes - Beispiel:
Im Zuge der behördlichen Bewilligung eines Wegbaues durch den Auerwild Lebensraum wurde von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft im Jahre 2005 eine mehrere Punkte umfassende Dauervorschreibung zum Schutze dieses Lebensraumes erlassen:

 

Im gesamten Gebiet sind auf den weniger steilen Hangabschnitten durch eine geeignete Holzauszeige die Lebensraumansprüche des Auerwildes zu berücksichtigen. Insbesondere darf keine flächige Verjüngungseinleitung (keine schematische Vorlichtung) erfolgen, Bestandesränder sind buchtig und unregelmäßig auszugestalten. Mischbaumarten sind zu fördert, etc.

 

Die Größe der Altholzbestände darf in der Breite ca. zwei Baumlängen nicht unterschreiten.

 

Pro Hektar sind mindestens fünf Lärchenüberhälter zu belassen.

 

Nach den Nutzungen ist das Ast- und Wipfelmaterial auf Fratten zu schlichten.

 

Als Zäunung gegen das Weidevieh sind Holzstangenzäune zu verwenden. Allenfalls vorhandene Drahtzäune sind zu entfernen.

 

Die Böschungen der Forststraße sind frei von Verjüngung zu halten.

 

In den weniger steilen, schutzwaldtechnisch nicht relevanten Lärchenbeständen darf kein Unterbau mit Fichte erfolgen.

 

Das Befahren der Forststraße ist nur für die erforderliche Bewirtschaftung des Waldes erlaubt. Radfahren ist verboten. Dementsprechende Verbotstafeln oder Schranken sind am Beginn der Straße anzubringen.

 

Alle zwei Jahre ist der Behörde ein Bericht über die im Gebiet getätigten Nutzungen, waldbaulichen Maßnahmen sowie allfällige Maßnahmen zur Verbesserung des Auerwildlebensraumes, inklusive einer Darstellung in der Wirtschaftskarte vorzulegen.

 

 

waldbewirschaftung

 

Nach gut zehn Jahren darf man sich nun ein Bild machen, inwieweit solche Vorschreibungen eingehalten werden.
Trotz Fahrverbot - auch für Mountainbikes - hat sich diese Forststraße (mangels Kontrolle) mittlerweile zu einer „Übungsstrecke“ für jugendliche Motorradfahrer und zu einer beliebten Mountainbikeroute entwickelt.
 

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